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Güldene Sonne |
Allgemeines
Die Güldene Sonne ist eine Einrichtung der Stiftung ‚Kinderheilanstalt Hannover’. Es ist eine pädagogisch-therapeutische Einrichtung für Kinder und Jugendliche. Hier lernen sie mit Hilfe von Erziehern, Sozial- und Heilpädagogen mit sich und anderen positiv umzugehen. Seit 2002 organisiert ein MEPH Mitglied jedes Jahr am ersten Sonntag im Juni eine Ausfahrt zur Güldene Sonne. Dabei bekommen die Kinder die Möglichkeit, bei einer 5 bis 10 Km langen Tour auf einem Motorrad mit zufahren.
Entstehungsgeschichte - Information vom Organisator
... da habe ich im Internet eine Seite vom Harley-Club Wien gefunden. Die organisieren jährlich eine Motorrad-Tour, es musste Startgeld bezahlt werden und jedes Moped musste ein Stofftier mitbringen. Sie nannten das dann ‚toyrun’. Als zukünftiger 3-Rad-Fahrer wollte ich an so etwas auch teilnehmen. Und schon kamen weitere Suchen, wo es so etwas im Bereich Hannover gibt. Leider gab es nichts, also musste selbst etwas aus der Taufe gehoben werden. Der Familienrat tagte. Er gab grünes Licht mit der Auflage, es darf nur etwas mit Kindern getan werden. Da blieben die Kinder Krebsstation der ‚Medizinische Hochschule’ oder die Kinderheilanstalt über. In der MHH funktioniert es aus versicherungstechnischen Gründen nicht. Bei der Kinderheilanstalt wurde ich nicht abgewiesen, sondern an die Einrichtung ‚Güldene Sonne’ weitervermittelt. Der Heimleiter, selbst Motorradfahrer, war von der Idee begeistert. Jetzt benötigte ich nur noch eine größere Anzahl Motorräder, die die Idee gut fanden und den Spaß mitmachen. Wieder im Internet, Suche: „Mopedclubs Hannover“ Da habe ich als einzig Seriöses die MEP’ler gefunden. Nachdem ich Dieter am Telefon hatte, war ich beruhigt. Wir durften bei denen unsere Idee vortragen und sie wurde akzeptiert. Im August 2002 war es so weit. Alle die wir auftreiben konnten, Nachbarn, Kollegen, Bekannte und ! die MEP’ler waren dabei. Ich weiß nicht, wie es denen ging, mir ging jedenfalls der Stift. Zur 1. Fahrt wurden die Kid’s und Fahrer per Losentscheid vermittelt. Wir haben die Kinder mit zu den Maschinen genommen, die durften sich drauf setzen und teilweise auch starten. Es war ein Test, ob sie Angst bekommen. Besser im Stand auf der Wiese, als auf der Straße vor einem Traktor. Dann ging es los über einen 5 oder 10 km langen Rundkurs. Die Kid’s waren unermüdlich. Sie ließen kaum eine Pause zu. Die ‚Güldene Sonne’ war ein hervorragender Gastgeber. Die ganze Zeit gab es Kuchen, Bratwurst, Marshmallows u.s.w. Gegen 18:00h war Schluß . Viele 2 Räder hatte jetzt 200 km mehr auf dem Tacho.
Einstimmige Meinung über die Aktion: Volltreffer... Auf der Rückfahrt habe ich geheult ...
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Gruppendynamik - Fahren in der Gruppe |
Allgemeines
Kaum eine Spezies fühlt sich in einer Gruppe so wohl wie der Motorradfahrer. Konsequenterweise sieht man also, besonders an schönen Wochenenden, mehr Motorradfahrergruppen als Einzelfahrer auf den Strassen. Die Vorteile einer Gruppenfahrt liegen auf der Hand: Bei einem Stop hat man keine Langeweile, sondern jemanden zum Quatschen, man kann die Erlebnisse der letzten 250 km durchkakeln, und die Zigarette schmeckt in Gesellschaft auch besser. Und vor allem: Wenn Du ein Problem hast, ist jemand da um zu helfen. Auf der anderen Seite sind die Nachteile einer Gruppenfahrt ebenso klar: Das Durchschnittstempo ist geringer als bei einem Einzelfahrer, spontane Streckenänderungen sind nicht ohne weiteres möglich, Übernachtungsmöglichkeiten sind um so schwerer zu finden, je mehr Leute man unterzubringen hat. Ausserdem gilt bei einer Gruppe das Kettenprinzip: Die Gruppe ist so stark (oder schnell), wie ihr schwächstes Mitglied. Wenn man sich trotzdem auf eine Gruppenfahrt einlassen will, sollten einige Spielregeln beherzigt und einige Absprachen im Vorfeld getroffen werden.
Aufteilung der Gruppe
Vielfach bewährt hat sich folgende Reihenfolge: - Der, der sich am besten auskennt, fährt vorweg.
- Der schwächste Fahrer fährt direkt hinter ihm.
- Gute (schnelle) Fahrer fahren möglichst weit hinten, weil hinten erfahrungsgemäss mehr angegast werden muss.
Der Vorteil: Der Führende hat den schwächsten Fahrer immer im Blickfeld und kann sofort reagieren, wenn er den Eindruck hat, dass der andere überfordert ist. Eine solche Gruppenaufteilung bewährt sich eigentlich immer dann, wenn man möglichst schnell und stressfrei grössere Entfernungen überwinden will. Auf der anderen Seite, bei blossem Spassfahren um die Ecken am Wochenende, hat sich bei uns auch folgende Einteilung bewährt: - Der, der sich am besten auskennt, fährt vorweg.
- Es folgen die schnellen Leute
- Es folgen die mittelschnellen Leute
- Es folgen die langsamen Leute
Der Vorteil ist klar: Die, die angasen wollen, können das ungehindert tun, die anderen machen halt langsamer. Hier ist aber die Beachtung des nächsten Kapitels besonders wichtig! Egal, welche Aufteilung gewählt wird, zwei Dinge sollten Euch in Fleisch und Blut übergehen: - Gruppenmitglieder werden nicht überholt, es sei denn, der Gruppenzwang ist explizit aufgehoben, oder der Fahrer vor dir zeigt Dir, dass Du überholen sollst.
- Fahre nie schneller als Du verantworten kannst, nur weil Du mit den anderen mithalten willst. Wenn's zu schnell wird, lass Dich zurückfallen, die anderen werden schon irgendwo auf Dich warten. Wenn sie es nicht tun, ist es eh' besser, dass Du sie los bist.
- Versetzt fahren. Das gibt eine bessere Übersicht nach vorne, und es macht die Gruppe etwas kürzer, da der Sicherheitsabstand nicht zum nächsten, sondern zum übernächsten Fahrer gehalten wird.
Das sind die drei Dinge, die Euch in Fleisch und Blut übergehen sollen ;-)
Zusammenhalt der Gruppe
Wer zusammen losgefahren ist, möchte meistens auch zusammen ankommen. Auch hier gibt es mehrere Methoden, dies zu gewährleisten. Die weitverbreitetste ist wahrscheinlich: - Der Führende kontrolliert alles von vorn.
Geht, wenn die Gruppe nicht mehr als 5 Leute hat. Bei grösseren Gruppen ist er dann mehr mit dem Zählen der Lichter hinter ihm beschäftigt als mit dem Verkehr vor ihm. Ich kannte mal einen, der hielt 20 m nach jeder Abbiegung an, um sich zu vergewissern, dass noch alle da sind. Bei 14 Leuten in der Gruppe könnt Ihr Euch vorstellen, wie es den letzten gegangen ist. Wir machen das folgendermassen, und das hat sich bisher immer und überall bewährt: - Jeder ist für seinen Hintermann verantwortlich.
- Wer seinen Hintermann nicht mehr sieht, wartet an der nächsten Abbiegestelle.
- Wer seinen Vordermann verloren hat, fährt solange geradeaus, bis dieser an der nächsten Abbiegestelle auf ihn wartet. "Geradeaus" heisst auch, abknickenden Vorfahrten folgen.
Auf diese Art und Weise kommt man auch zur Rush-hour in Grosstädten hervorragend durch, weil eben nicht immer 9 Leute auf den 10. warten, sondern immer nur einer auf die hinter ihm fahrenden. Natürlich verlangt diese Methode von allen Gruppenmitgliedern hohe Disziplin. Wenn einer mal nicht aufpasst, ist die Gruppe gesprengt.
Kommunikation
Kommunikation während der Fahrt innerhalb der Gruppe ist schwierig. Man muss auf die Zeichensprache zurückgreifen. Hier einige der gebräuchlichsten Zeichen, ausgeführt mit der linken Hand bzw. dem linken Arm, falls nicht anders vermerkt.
| Zeichen | Bedeutung | Bemerkung | | Auf den Tank zeigen | Bin auf Reserve, muss demnächst tanken | |
| Auf den Bauch/Magen zeigen | Ich habe Hunger | |
| Auf den Bauch zeigen, aber tiefer ;-) | Ich muss mal pieseln | |
| Zuerst auf einen Mitfahrer zeigen, dann auf die Fussraste | Fahr mal neben mich, ich muss dir was sagen | |
| Arm nach schräg unten, auf die Strasse zeigen | Vorsicht, Sand/Rollsplit/Kuhfladen auf der Strasse | |
| Arm waagerecht zur Seite, Unterarm vollführt eine Auf- und Abbewegung | Vorsicht, langsam fahren. Gefahr im weiteren Verlauf | Meist für entgegenkommende Fahrer: Sand/Rollsplit/Kuhfladen, Unfall, Blitzer |
| Arm senkrecht nach oben | Ich halte gleich an | Ist für einen etwas träumenden Hinterherfahrer nicht ganz so brutal wie das plötzlich aufleuchtende Bremslicht ;-) |
| Arm senkrecht nach oben, die Hand vollführt eine kreisende Bewegung | Hab mich verfahren, umdrehen! | |
| Arm waagerecht zur Seite, die Hand winkt nach vorn | Überhol mich | |
| Arm waagerecht zur Seite, die Handfläche weist nach hinten | Bleib hinter mir | |
| Auf die Karte im Tankrucksack zeigen, Schulter zucken | Ich habe keine Ahnung, wo ich bin. Wenn Du es weisst, übernehme | |
| Daumen weist nach oben, oder Kopfnicken | Verstanden! | |
| Schulterzucken | Ich weiss nicht, was Du willst ... | |
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Der Motorradgruß |
Geschichte
Die Ursprünge des Motorradgrußes reichen bis in die Steinzeit zurück. Motorradfahrer waren damals außerordentlich rar. Es gab kaum befestigte Straßen, und die Räder waren aus Stein.Nur ganz harte Kerle vertrugen die Strapazen des Motorradfahrens. Begegneten sich zwei dieser Kerle hielten sie an, stiegen ab und zeigten einander die geöffneten Hände, um zu zeigen, dass sich kein Faustkeil darin verbarg. So wurde der Motorradgruß erfunden.
Winterfahrer und Weicheier
Unter ähnlich harten Bedingungen sind heute nur noch die Winterfahrer unterwegs. Motorradfahrer sind entweder Winterfahrer oder Weicheier. Weicheier trifft man im April bei der Versicherung, wo sie ihre stillgelegten Maschinen wieder anmelden. Winterfahrer dagegen fahren durch. Ihre Zahl ist klein. Treffen sich zwei Winterfahrer, ist die Freude groß. Von April an grüßen Winterfahrer nicht mehr. Winterfahrer grüßen keine Weicheier. Weicheier erkennt man daran, das sie in den ersten Frühlingswochen wie wild und beidhändig alles grüßen, was sich auf 2 Rädern bewegt. Vor lauter Aufregung vergessen sie dann oft, dass da vorne eine Kurve kommt. Sie haben immer frische Unterwäsche an - man könnte ja im Krankenhaus landen.
Der verbotene Gruß
Das Motorradgrüßen ist stark reglementiert und wird von Anfängern zu Recht als sehr kompliziert angesehen.Es ist umlagert von allerlei Ge- und Verboten. Das bekannteste Verbot lautet: Grüße nie ein Einspurfahrzeug, das weniger als 250 ccm Hubraum hat.So etwas ist kein Motorrad! Wer fahrlässig Motorroller, Klein - oder Leichtkrafträder grüßt, verliert sein Gesicht und jegliche Selbstachtung. Ein Spezialfall: Oldtimer. Oldtimer werden grundsätzlich freudig und bewundernd gegrüßt, unabhängig vom Hubraum. Oldtimer werden meist von technisch versierten älteren Fahrern gefahren, sogenannten 'alten Schraubern'. Solchen wird Respekt gezollt. Trifft man alte Schrauber, wartet man, ob sie grüßen. Von Frühling bis Herbst grüßen viele nicht, weil sie Winterfahrer sind - Winterfahrer grüßen keine Weicheier.
Der Autobahn - Gruß
Ungeregelt und darum praktisch nicht existent ist die Motorradgrußkultur auf der Autobahn. Nicht einmal erfahrene Motorradfahrer können sagen, ob man entgegenkommende Motorräder über sechs Spuren und einen Grünstreifen hinweg grüßen muß. Fahrtechnisch problematisch wird das Grüßen beim Überholen. Die klassische Grußhand, die Linke, wird vom Überholten nicht gesehen. Grüßt man mit der Linken vorn am Körper vorbei nach rechts, tippen Autofahrer auf Heuschreckenschwärme oder Unterarmkrampf.
Der Heizer - Gruß
Der 'Heizergruß' in extremer Schräglage (ein Knie berührt den Asphalt) gilt als sehr riskant. Er wird allgemein als Nachweis hoher Fahrkunst angesehen, aber man sollte vorher trotzdem frische Unterwäsche anziehen. Heiz-Grüßer fahren nur auf der äußersten Profilrille und vergleichen, wer die spitzesten Fußrasten vorweisen kann. Wer die Kunst des Heizergrußes nicht beherrscht und dennoch ausübt, riskiert seinen letzten, den sogenannten 'goldenen Gruß'.
Gründe, warum Harley Fahrer nicht zurückwinken
- Die Garantie erlischt, wenn er nicht-amerikanischen Produkten zuwinkt.
- Mit dem dicken Leder und den Nieten kriegt er den Arm nicht hoch.
- Er grüßt prinzipiell keine Fahrer, die ihr Motorrad schon voll bezahlt haben.
- Er hat Angst, daß der Lenker abvibriert, wenn er ihn loslässt.
- Der Fahrtwind könnte die neuen Tätowierungen am Arm wegblasen.
- Er braucht eine Ewigkeit um nachher wegen der Vibrationen den Griff wieder zu finden.
- Er kann nicht unterscheiden, ob der andere grüßt oder sich die Ohren zuhält.
- Er hat wegen der Vibrationen einen Klettverschluß zwischen Lenkergriff und Handschuh.
- Er hat gerade im Wirtschaftteil der Zeitung entdeckt, daß Honda zu 60 Prozent an Harley beteiligt ist.
- Seit der Zwangsversteigerung seiner letzten Harley hasst er alle Leute, die Hände heben.
- Die Rolex könnte naß werden.
- Die linke Lenkerhälfte könnte geklaut werden.
- Die linke Lenkerhälfte wurde bereits geklaut und er hält sich am Tacho fest.
- Der ganze Lenker wurde bereits geklaut und er betet einen Rosenkranz.
- Er braucht beide Hände um mit den Fingern die nächste Rate abzuzählen.
- Er poliert gerade den Luftfilterdeckel
Gründe, warum Goldwing Fahrer nicht grüßen
- Laut Honda-Fahrer-Handbuch darf er den Lenker erst loslassen, wenn das Motorrad steht, der Zündschlüssel abgezogen,der Hauptständer herausgeklappt und das Radio ausgeschaltet ist.
- Auf dem Armaturenbrett ist kein Knopf für "vollautomatisches Zurückwinken".
- Er ist gerade eingeschlafen.
- Er kriegt den Arm wegen Altersschwäche nicht mehr hoch.
- Er hat übers Handy eine Konferenzschaltung mit seinem Broker und der CityBank.
- Mami hat verboten, Fremde zu grüßen.
- Er ist gerade mit Abzählen der Lämpchen am Christbaum beschäftigt.
- Er sortiert momentan seine CD-Sammlung.
- Die Hand vor der Antenne stört den Fernsehempfang.
- Er räumt gerade das Kaffeegeschirr in den Spüler.
- Wegen seiner Alzheimer weiß er anschließend nicht mehr, wohin mit der Hand.
- Er findet nachher zwischen all den Knöpfen, Schaltern und Hebeln den Lenker nicht mehr.
- Er wechselt gerade die Batterie vom Herzschrittmacher.
- Er sucht gerade im Bordcomputer, was 'erhobene Hand eines fremden Motorradfahrers' bedeutet.
- Er grüßt immer, aber wegen dem Geraffel um den Lenker sieht keiner die Hand.
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